Apache-Hubschrauber über Barsinghausen: Britischer Army Air Corps auf der Durchreise

Montag 15. Juli 2019 – Barsinghausen (we). Apache über Basche – doch was steckt dahinter? Nachdem der Überflug mehrerer Kampfhubschrauber zu Spekulationen in Sozialen Medien geführt hat, hier die Aufklärung: Bei den Hubschraubern, die am Samstag- und Sonntagnachmittag über Barsinghausen unterwegs waren, handelte es sich um Maschinen der britischen Armee. Und die waren in gänzlich friedlicher Mission unterwegs.

Die Hubschrauber befanden sich auf dem Weg zum britischen Truppenübungsplatz Senne in Nordrhein-Westfalen und hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Zwischenstopp (Nightstop) am Flugplatz Hildesheim eingelegt. Am Sonntagnachmittag waren die Crews des »Army Air Corps« (British Army) dort erneut gestartet, hatten den Deister nördlich über Barsinghausen und Bad Nenndorf umflogen und sich anschließend zunächst am Verlauf der A2 in Richtung Südwesten orientiert. Hintergrund der Überflüge ist ein Trainingsszenario am Standort Senne, das heute Vormittag begonnen haben soll.

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Apache-Hubschrauber in Deutschland

Interessant zu wissen: Ganz allgemein sind Apache-Kampfhubschrauber im Luftraum über Deutschland nicht so außerordentlich ungewöhnlich, wie manch einer annehmen könnte. Zwar handelt es sich stets um militärische Luftfahrzeuge anderer Nationen (die Bundeswehr besitzt keine Kampfhubschrauber dieses Typs), doch haben einige NATO-Partner sogar Apache-Hubschrauber in Deutschland stationiert.

Fakt ist: Die US Army betreibt an ihren Standorten in Illesheim und Ansbach-Katterbach (Bayern) neben weiteren Hubschraubermustern auch »Apaches«. Speziell bei diesen amerikanischen Apache-Hubschraubern ist nicht ungewöhnlich, dass die Maschinen im Rahmen der Übersee-Verschiffung zwischen den Standorten in Bayern und Bremerhaven pendeln und dabei Niedersachsen überfliegen. Auch die Koninklijke Luchtmacht (Luftwaffe der Niederlande) betreibt »Apaches«, mit denen sie in Deutschland – unter anderem am Standort Senne – üben kann.

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