Bundeswehr bleibt am Fliegerhorst Diepholz

Bild: Sikorsky CH-53 frontal
Bundeswehr-Hubschrauber wie der Sikorsky CH-53 sollen auch in Zukunft am Fliegerhorst Diepholz gewartet werden. Symbolfoto: Weber

Samstag 3. August 2019 – Diepholz (we). Die Bundeswehr will den Betrieb am Fliegerhorst Diepholz trotz bisher anderslautender Planungen weiter dauerhaft aufrechterhalten und sogar erweitern. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesvertedigungsministeriums hervor, das jüngst die Optionen zur Weiternutzung verschiedener Liegenschaften neu bewertet hat. Demnach halten die deutschen Streitkräfte auch an zehn weiteren Liegenschaften in verschiedenen Bundesländern fest, deren Schließung auf Dauer praktisch schon besiegelt war.

Besonderer Bedarf am Fliegerhorst Diepholz besteht nach Angaben des Ministeriums besonders für die Unterbringung des Organisationsbereichs Luftwaffe und den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr. Seit Oktober vergangenen Jahres ist in Diepholz eine »abgesetzte Instandhaltungsstaffel« des Hubschraubergeschwaders 64 stationiert (AbgInstStff HSG 64), die nun offenbar auch zukunftssicher vor Ort bleiben soll. In Diepholz wird die landläufig so bezeichnete Hubschrauberwerft für die Sikorsky-CH-53-Hubschrauber also weitergeführt.

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Verteidigungsministerium kündigt Trendwenden an

Begründet liegt die neuerliche Entscheidung offenbar in einer Neuausrichtung der Bundeswehr. Die Mitteilung des Verteidigungsministeriums wird eingeleitet mit dem Satz: »Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten des Schrumpfens wächst die Bundeswehr wieder«. Im nachfolgenden Abschnitt, der sich wie ein Marketingtext liest, ist die Rede von »sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen«, »Landes- und Bündnisverteidigung« und Begriffen wie internationalem Krisenmanagement. »Darauf haben wir mit den Trendwenden Personal, Material und Finanzen reagiert«, heißt es weiter.

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