DRF Luftrettung will Hubschrauber auf Fünfblattrotoren umrüsten

Bild: Hubschrauber D-HDSG
Ein H145-Hubschrauber der DRF Luftrettung. Klar erkennbar noch mit Vierblattrotor. Foto: Weber

Freitag 1. November 2019 – Filderstadt (we). Die DRF Luftrettung will ihre Hubschrauber vom Typ Airbus H145 von vier auf fünf Rotorblätter umrüsten. Das »Retrofit-Programm« soll voraussichtlich im vierten Quartal 2020 starten, wenn Hersteller Airbus Helicopters die EASA-Zulassung bekommen hat. Dann soll die komplette H145-Flotte der DRF Luftrettung sukzessive auf den neuen Fünfblatt-Hauptrotor umgestellt werden.

In einer DRF-Pressemitteilung heißt es: »Neben den Patienten der DRF Luftrettung werden auch Drittkunden von den Vorteilen dieser Neuerung profitieren: Die Werft der DRF Luftrettung wird die Umrüstung auf H 145 Retrofit auch für Externe anbieten«. Als größter Vorteil wird die Erhöhung der Nutzlastkapazität um 150 Kilogramm genannt, danach ein höherer Flugkomfort im Hubschrauber.

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Je mehr Rotorblätter desto weniger Hubschrauberlärm

Was in der Mitteilung nicht erwähnt wird, aber allgemein sicher nicht weniger von Bedeutung sein dürfte: Auch lärmgeplagte Anwohner in Einflugschneisen von hochfrequentierten Krankenhaus-Hubschrauberlandeplätzen profitieren vom neuen Fünfblattrotor. Stark vereinfacht erklärt: Je mehr Rotorblätter ein Hubschrauber hat, desto mehr »schnurrt« er. Während beispielsweise ein alter SAR-Hubschrauber vom Typ Bell UH1D mit lediglich zwei Rotorblättern nicht umsonst »Teppichklopfer« genannt wird, geht von einer McDonnell Douglas MD-902 mit Fünfblattrotor (wird zum Beispiel als Polizeihubschrauber in Niedersachsen eingesetzt) ein sonores Geräusch aus, das als deutlich weniger störend empfunden werden dürfte.

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