Flughafen Erfurt: Scanner hält Apfelmus für Sprengstoff

Dienstag 7. Mai 2019 – Erfurt (we). Sprengstoffalarm am Flughafen Erfurt-Weimar: Ein automatischer Detektor hat während der Sicherheitskontrolle gleich mehrfach beim Gepäck einer jungen Familie angeschlagen. Warum ist völlig unklar, denn es handelte sich bei dem vermeintlichen Sprengstoff maximal um eine Vitaminbombe – nämlich um selbstgemachtes Apfelmus.

Wie die Bundespolizeiinspektion Erfurt mitteilt, hatte das Gerät ausgelöst und erst eine manuelle Nachkontrolle die abschließende Sicherheit gegeben, dass es sich bei der Babynahrung nicht um einen gefährlichen gelartigen Sprengstoff handelt. Die Familie habe anschließend ihr Apfelmus zurückbekommen und den geplanten Flug nach Antalya angetreten, heißt es.

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Die Pressemitteilung der Bundespolizei im Wortlaut:

»Zu einer Alarmauslösung kam es gestern gegen 17:20 Uhr bei der Luftsicherheitskontrolle im Flughafen Erfurt-Weimar. Der Vorfall ereignete sich während der Abfertigung eines Fluges nach Antalya. Eine Familie hatte für ihr Kleinkind selbstgemachtes Apfelmus als Babynahrung dabei. Dieses löste mehrfach Alarm beim Durchlauf im Sprengstoffdetektions-Gerät für Flüssigkeiten aus. In diesem werden gelartige Substanzen auf Sprengstoffverdacht geprüft. Erst nach manueller Nachkontrolle und Plausibilitätsprüfung bekam die Familie ihr Apfelmus zurück und konnte ihren Flug antreten.«