Flugunfälle am Osterwochenende: Ein Toter, mehrere Verletzte

Dienstag 23. April 2019 – Hannover (we). Bei Flugunfällen am Osterwochenende sind in Deutschland mehrere Menschen teils lebensgefährlich verletzt und eine Person getötet worden.

Die Anzahl der Zwischenfälle ist auffallend hoch. Nachfolgend eine Auflistung der verschiedenen Abstürze, Bruchlandungen und Unfälle mit Luftfahrt-Bezug in chronologischer Reihenfolge.

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Bruchlandung Fallschirmspringer in Damme

Am Karfreitag gegen 11.20 Uhr ist ein 20 Jahre alter Fallschirmspringer aus Buxtehude lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hatte sich der Mann bei der Landung so schwere Verletzungen zugezogen, dass er nach ärztlicher Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Osnabrück gebracht werden musste.

Absturz Ultraleichtflugzeug bei Hildesheim

Nahezu zeitgleich ist aus ungeklärter Ursache ein Ultraleichtflugzeug des Typs Comco Ikartus C42 (D-MNLN) in Rössing bei Hildesheim abgestürzt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hatte sich der Unfall während einer simulierten Notlandung ereignet. Der 69 Jahre alte Fluglehrer und sein 42 Jahre alter Flugschüler konnten das Flugzeugwrack selbständig und unverletzt verlassen.

Absturz Kleinflugzeug in Worms

Ebenfalls auf einem Schulungsflug befand sich am Ostersamstag ein Kleinflugzeug des Typs Diamond DA-20 Katana (D-ESAW) in der Nähe des Flugplatzes Worms in Nordrhein-Westfalen. Polizeiangaben zufolge hatte es unmittelbar nach dem Start einen Triebwerksausfall gegeben. Der Pilot wollte in der Folge auf der Autobahn A9 notlanden, die Maschine berührte jedoch vorher einige Baumspitzen und stürzte zu Boden. Die beiden Insassen blieben unverletzt.

Zwischenfall Gleitschirmflieger in Freiburg (1)

Gleich mehrere Zwischenfälle mit Gleitschirmfliegern ereigneten sich am Samstagnachmittag in Freiburg im Breisgau (Schwarzwald). Nahe der Mittelstation der Schauinslandbahn hatte sich der Mann in einem Baum verfangen. Zur Rettung musste die Bergwacht einen Hubschrauber anfordern, der den Mann per Seilwinde aus seiner Lage befreien konnte. Der Bruchpilot blieb unverletzt.

Zwischenfall Gleitschirmflieger in Freiburg (2)

Knapp 90 Minuten später der nächste Einsatz am Kandel: Auch dort hatte sich ein Gleitschirmflieger in einem Baum verfangen. Zur Rettung des Mannes war diesmal kein Hubschrauber erforderlich. Die Bergwacht hatte den Mann, der ebenfalls unverletzt blieb, aus der Baumkrone abseilen können.

Bruchlandung Oldtimer-Flugzeug in Bremgarten

Am Flugplatz Bremgarten hatte der Pilot eines Oldtimer-Flugzeuges aus den 1940er Jahren Probleme beim Ausfahren des Fahrwerks. Nach Angaben der Polizei steuerte der Mann daraufhin den Grünstreifen neben der Piste für eine Rutschlandung an. Die Landung ohne Fahrwerk gelang dem Mann auch und er blieb unverletzt.

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Bruchlandung Motorsegler in Dorsten

Ein weiterer Flugunfall ereignete sich am Karsamstag am Flugplatz Dorsten. Dort hatte der Pilot eines Motorseglers offenbar Probleme bei der Landung, berührte mit den Tragflächen den Boden und schlug anschließend auf die Graspiste auf. Der Pilot konnte selbständig das Cockpit verlassen, wurde aber leicht verletzt.

Bruchlandung Oldtimer-Flugzeug in Mainz

Unfall am Flugplatz Mainz-Finthen: Am Ostersonntag hatte 80 Jahre alte Pilot einer Jakowlew Jak-11 (F-AZJA) ebenfalls Probleme bei der Landung, kam von der Asphaltpiste ab und überschlug sich anschließend mit dem zweisitzigen Oldtimer-Jagdflugzeug. Bei dem Absturz trug der Mann aus Hessen leichte Verletzungen davon.

Absturz Segelflugzeug in Husum

Der schwerste Flugunfall ereignete sich am Ostermontag im schleswig-holsteinischen Husum. Am dortigen Flugplatz Leck war während des Windenstarts eines Rolladen Schneider LS-7 (D-6141) das Seil gerissen. Der 60 Jahre alte Pilot kam beim anschließenden Absturz ums Leben.