Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr: Flugbetrieb wird bald wieder aufgenommen

Bild: Kampfhubschrauber Tiger
Ab nächster Woche wieder in der Luft: Der Kampfhubschrauber Tiger (vorne). Archivfoto: Weber

Freitag 9. August 2019 – Strausberg (we). Alles halb so wild: Die Bundeswehr plant, den Flugbetrieb ihrer Kampfhubschrauber Tiger in der kommenden Woche wieder aufzunehmen. Grund für das vorübergehende Startverbot aller 53 Hubschrauber waren Bauteile gewesen, die nach Angaben des Herstellers Materialfehler aufweisen könnten. Fehlerfreie Ersatzteile seien aber in ausreichender Anzahl vorhanden, heißt es von der Bundeswehr.

Und weiter: »Die Austauscharbeiten haben bereits begonnen, sodass voraussichtlich in der nächsten Woche der Flugbetrieb mit dem Kampfhubschrauber Tiger sukzessive wiederaufgenommen werden kann«. Die Entscheidung ist das Ergebnis des gestrigen Flugsicherheitsausschusses, der eigens wegen der aktuellen Bolzen-Problematik einberufen worden war. Im Rahmen dessen war auch betont worden, dass der sichere Flugbetrieb der Luftfahrzeuge des Heeres »zu keinem Zeitpunkt gefährdet« war.

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Bolzen in anderen Bundeswehrhubschraubern

Wie bereits berichtet, sind die fraglichen Bolzen in verschiedenen Hubschraubermustern der Bundeswehr verbaut. Im Tiger gibt es weitere Bolzen an nicht sicherheitsrelevanten Stellen und unter anderem auch im NH-90-Hubschrauber. Sie sollen nach und nach im Zuge der Wartung vorsorglich ersetzt werden, während der Flugbetrieb im Heer mit NH-90 und EC-135 aktuell unverändert weiterläuft.


Zur Ursprungmeldung:
Startverbot für alle Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr (7. August 2019)