Kurzmeldungen am Freitag

Freitag 8. Februar 2019 – Die wichtigsten Kurznachrichten aus der Luftfahrt in dieser Woche im Überblick:

● Airbus A380 ● Adria Airways ● No-Show-Passagiere ● Sala-Absturz

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Bestellungen storniert: Airbus A380 vor dem Aus

Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways hat am Donnerstag ihre Bestellung von acht Maschinen des Typs Airbus A380 storniert. Offenbar datierte der Auftrag von 2006 und stand bereits seit längerem auf der Kippe. Es ist ein weiterer Rückschlag für Airbus, nachdem vor einigen Tagen bekannt geworden war, dass auch die Fluggesellschaft Emirates ihre Bestellung über 20 Maschinen umwandeln und auf kleinere Flugzeuge wie den Airbus A350 setzen will. Dem Flugzeugbauer laufen die Kunden weg, der A380 steht vor dem Aus. Zuletzt hatte sich auch ein Qatar-Manager kritisch zum weltgrößten Passagierflugzeug geäußert.


Rückzug von Adria Airways aus Paderborn

Dem plötzlichen Rückzug von Adria Airways aus Paderborn-Lippstadt ist offenbar ein Streit mit der Flughafengesellschaft vorausgegangen. Wie Branchenmedien berichten, ging es dabei um eine vereinbarte Risikoteilung in der Anfangszeit, die der Paderborn-Lippstadt Airport nach drei Monaten nicht mehr habe mittragen wollen – trotz des zuverlässigen Flugverkehrs von Adria Airways. Weil sich beide Seiten offenbar nicht über andere weitere Bedingungen einig werden konnten, habe der Flugverkehr eingestellt werden müssen, so eine Sprecherin von Adria Airways.


Lufthansa verklagt No-Show-Fluggast

Die Deutsche Lufthansa hat Berufung im Prozess gegen einen sogenannten No-Show-Fluggast eingelegt. Die Airline hatte gegen den Mann geklagt, weil er auf einem Teilstück der zu einem Schnäppchenpreis von 6.224 Norwegischen Kronen (657 Euro) gebuchten Flugroute Oslo–Frankfurt–Seattle–Frankfurt–Oslo nicht mitgeflogen war. Statt dieser Route war der Mann auf dem Rückweg nicht nach Oslo, sondern mit einem anderen gültigen Lufthansa-Ticket nach Berlin geflogen. Die Folge: Eine Rechnung (Nachkalkulation) für den Fluggast in Höhe von 2.112 Euro! In erster Instanz hatte das Amtsgericht Berlin-Mitte die Klage der Lufthansa (Aktenzeichen 6 C 65/18) abgewiesen, weil die Höhe der Nachforderung nicht transparent genug gewesen sei. Der Grund für den ganzen Aufriss: Die Lufthansa sieht offenbar ihr Tarifsystem unterwandert. Durch verschiedene Tricks können sich Luftfahrt-Insider günstige Flugtickets besorgen, indem sie Teilstrecken buchen, auf denen sie dann gar nicht mitfliegen. Im Flugzeug bleibt ein Platz leer, der zwar im Rahmen des Billigtricks bezahlt worden ist, aber anderweitig für einen deutlich höheren Kurs hätte verkauft werden können.


Unfallursache von Sala-Flugzeug noch unklar

Nach dem Absturz einer Piper PA-46 Malibu (Reg. N264DB) mit dem Fußballer Emiliano Sala an Bord ist am Mittwoch dessen Leiche geborgen und identifiziert worden. Das Kleinflugzeug war bereits vor einigen Tagen auf dem Grund des Ärmelkanals geortet worden. Es liegt in einer Tiefe von 67 Metern und kann wegen schwerer Strömungsverhältnisse noch nicht geborgen werden. Die Absturzursache bleibt bis dahin unklar. Mutmaßungen, nach denen der Pilot Dave Ibbotson keine gültige Lizenz für den Flug gehabt habe, sind bislang nicht offiziell bestätigt worden.