Luftbilder aus Niedersachsen

Bild: Luftbild Neues Rathaus Hannover
Luftbild aus Hannover: Neues Rathaus mit Maschteichen. Foto: Weber

Luftbilder eröffnen dem Betrachter seit jeher eine ganz neue Perspektive. Haben Sie schon einmal Ihren Ort aus der Vogelperspektive gesehen? Wissen Sie, wie Ihr Grundstück von oben aussieht? Vielleicht hätten Sie auch gern ein professionelles Luftbild vom eigenen Haus?

Erfahren Sie hier mehr zur Geschichte der klassischen Luftbildfotografie. Zu Kameratechnik für Luftbilder, Kosten und smarten ferngesteuerten Kamera-Multicoptern.

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Die Heimat aus der Vogelperspektive

Die Luftbildfotografie ist wesentlicher Bestandteil der Spezialfotos von air2air.de – und damit: Der Klassiker. An den Aufnahmen erfreuen sich zumeist Privatleute, aber auch Unternehmen und Nachrichtenredakteure gehören zu dankbaren Nutzern. Professionelle Luftbilder als Eyecatcher im Familien-Fotoalbum, in der Geschäftsbroschüre oder auf dem Cover der Lokalzeitung. So oder so: Der Kirchturm der Heimatstadt, das Lieblingsstadion des Vereins oder ein Blick auf das eigene Grundstück  durch die besondere Perspektive ist der »Wow«-Effekt garantiert.

Bild: Luftbild Kirche Twistringen
Fotoflug: Ein Mal um den Kirchturm in Twistringen. Foto: Weber

Durch die gezielte Kombination von Flughöhe und brennweitenvariabler Fototechnik können alle Bildbestandteile (und damit Bildaussagen) flexibel angepasst werden. Ein Super-Closeup vom heimischen Swimmingpool ist ebenso möglich wie ein Überblick über die geografische Lage eines 1.000-Seelen-Örtchens am Fuße eines Mittelgebirgszuges.

Luftbild Bisperode
Luftbild Bisperode (Niedersachsen) mit Ithkopf. Foto: Weber

Übrigens: Auch in Zeiten erschwinglicher Multicopter – im Volksmund »Fotodrohnen« – werden die Fotos für air2air.de noch klassisch aus manntragenden Fluggeräten heraus geschossen. Dazu gehören Kleinflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Hubschrauber, Gyrocopter (Tragschrauber) und manchmal auch Heißluftballone.

Luftbild vom eigenen Haus

Aber:

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Luftbilder aus Niedersachsen

Im Bildarchiv von air2air.de sind bislang hauptsächlich Luftbilder in Niedersachsen (insbesondere Region Hannover und Nordseeküste), Bremen und Nordrhein-Westfalen entstanden.

Bild: Stadt Nienburg Luftbild
Luftbild von Nienburg mit Weserbogen. Foto: Weber
Wo möchten Sie virtuell mitfliegen? Sie haben die Wahl:
Twistringen Oldenburg Nienburg
Bremen Hannover Springe
Wilhelmshaven Barsinghausen Hameln

Hinweis: Die einzeln anklickbaren Beiträge öffnen sich in diesem Fenster und ersetzen das bisherige Luftbildarchiv. Es handelt sich aber nur um eine kleine Auswahl, die höchstens 10 Prozent der insgesamt angefertigten Bilder entspricht. Eine noch kleinere Auswahl der schönsten Aufnahmen gibt es auch bei Instagram – mit einem Klick auf den Link oder auf den Instagram-Feed in der Sidebar am rechten Rand.
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Rechtliches – Darf man einfach so Luftbilder machen?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob man einfach so Luftbilder machen darf. Grundsätzlich gilt: Anfertigen darf man Luftbilder in jedem Fall. Ob man sie veröffentlichen darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Veröffentlichung von Luftbildern

Aber: Wie in allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens dürfen Sie (in Deutschland) eben prinzipiell erstmal alles fotografieren, das nicht in die Kategorie Mensch fällt. Ihr Motiv sollte außerdem von öffentlichen Wegen ohne Hilfsmittel wie Leitern o. ä. einsehbar sein und sich so mit der Kamera einfangen lassen können. Aus der Vogelperspektive gilt das grundsätzlich ebenso. Fotografieren kann man erstmal alles. Auch die Veröffentlichung von Städte-Totalen mit einer Vielzahl an nicht im Detail erkennbaren Gebäuden ist absolut unbedenklich.

Rechtlich prüfen sollte man aber unbedingt Sonderfälle. Etwa wenn Militäranlagen oder Industriegelände fotografiert worden sind. Auch wenn das bloße Anfertigen solcher Aufnahmen unkritisch ist, können bei der Veröffentlichung sensibler Bildinhalte Probleme auf einen Luftbildfotograf zukommen. Wer aus der Luft mit hoher Brennweite in eine Bundeswehr-Kaserne oder eine Industrieanlage hineinfotografiert und Ausschnitte (Close-Ups) mit sensiblen Bildinformationen öffentlich macht, wird sehr wahrscheinlich früher oder später unliebsame Post im Briefkasten haben.

Ebenfalls veröffentlicht werden dürfen Luftbilder von Wohnhäusern in Kombination mit Städte- und Straßennamen, sofern darauf keine Personen oder persönlichen Gegenstände eindeutig erkennbar (also identifizierbar) sind. Auch dürfen keine Hausnummern oder gar Namen angegeben werden.

Beispiel: 2009 hatte ein Hauseigentümer aus Süddeutschland gegen einen Anbieter von Luftbildaufnahmen geklagt, weil der vor einem Supermarkt Fotos verkauft hatte, auf dem unter anderem das Gebäude des Klägers abgebildet war. Der Mann holte zum Rundumschlag aus und wollte sowohl sein allgemeines Persönlichkeitsrecht, das Bundesdatenschutzgesetz und das Kunsturhebergesetz dadurch verletzt sehen. Obwohl auch der Straßenname dazu angegeben war, wies das Landgericht München (Az. 161 C 3130/09) die Klage ab. Auch die vom Kläger angeführte erhöhte »Einbruchs- und Entführungsgefahr« konnte das Gericht nicht nachvollziehen und schätzte »das Öffentlichmachen von sonst uneinsehbaren Teilen des Grundstücks eintretende Beeinträchtigung [als] minimal« ein.

»Da der Beklagte bei dem Anbieten der Bilder eine Zuordnung zu den konkreten Adressen nicht vornimmt, Personen auf dem Bild nicht vorhanden sind und auch sonst keinerlei persönliche Gegenstände zu erkennen sind, ist er der ihm insoweit obliegenden Verpflichtung zur Überzeugung des Gerichtes hinreichend nachgekommen. Der verbleibende Eingriff in die Privatsphäre des Klägers ist so gering, dass das Interesse des Beklagten an der Ausübung seines Berufes überwiegt.«

Zwar unterscheidet der Gesetzgeber in Sachen Veröffentlichung von Luftbildern nicht zwischen der Entstehungsart, wohl aber gibt es je nach Aufnahme-Hilfsmittel einige rechtliche Besonderheiten zu beachten. Es macht also bei der Anfertigung einen Unterschied, ob Sie aus einem manntragenden Flugzeug heraus fotografiert haben oder mit Hilfe eines ferngesteuerten Kamera-Multicopters.

Anfertigung von Luftbildern

Insbesondere bei Multicoptern ist Vorsicht geboten. Selbst wenn Sie trotz vorhandener Genehmigung über einem Wohngebiet unterwegs sind, werden Sie mit Sicherheit irgendwann Kontakt mit der Polizei bekommen. Anwohner sind mit der Zunahme der Geräte sensibel geworden, befürchten Eingriffe in ihr Privatleben.

Beispiel: Ein Foto vom Atomkraftwerk. In der Nähe von Nuklearkraftwerken gilt ein Flugbeschränkungsgebiet (ED-R). Nähern Sie sich ihm mit dem Kleinflugzeug und wahren einen bestimmten Höhenabstand, werden Sie und Ihr Pilot keine Probleme bei der Anfertigung von Luftbildern bekommen. Lassen Sie aber in unmittelbarer Nähe des Reaktors ihren Multicopter aufsteigen, werden keine 10 Minuten vergehen, bis Sie Bekanntschaft mit der Konzernsicherheit und später der Polizei machen werden.

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Technischer Ablauf

Für die Anfertigung professioneller Luftbilder mit manntragenden Luftfahrzeugen werden idealerweise Hubschrauber gewählt. Deren größter Vorteil: Sie können auf der Stelle schweben und ermöglichen dem Fotografen so einfachstes Arbeiten. Der Nachteil wiederum sind die vergleichsweise enorm hohen Kosten für einen Hubschrauberflug.

Aus diesem Grund werden Luftbildaufnahmen – sofern keine sogenannte Fotodrohne zum Einsatz kommt – aus dem Kleinflugzeug heraus gemacht. Während der Pilot in einer bestimmten Höhe Rechtskreise um eine vom Fotografen definierte Position (das Motiv) fliegt, ergänzt der Fotograf den fliegerischen Part durch die gekonnte Wahl von Brennweite und Belichtungswerten hin zum besten Luftbild-Ergebnis.

Schon gewusst? – Vor gut 100 Jahren wurden kleine Kameras an Brieftauben befestigt, um Luftbilder zu bekommen!

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Fotodrohnen: Fluch oder Segen?

Foto-Drohnen oder sogenannte Multicopter können – insbesondere aus Kostengründen – bei der Luftbildfotografie hilfreich sein und je nach Einsatzzweck exzellente Ergebnisse erzielen. Bei den klassischen Luftbildfotografen, die in manntragenden Fluggeräten unterwegs sind, sind sie allerdings eher verpönt. Das hat insbesondere mit der Schwemme an neuen Multicopter-Piloten zu tun, die sich für begnadete Luftbildfotografen halten, dabei aber durch unbrauchbare Ergebnisse den Markt kaputtmachen und immer wieder durch Sicherheitsgefährdungen auffallen, weil sie zu hoch fliegen oder die Kontrolle über ihr Gerät verlieren.

Bild: DJI Mavic Pro
Können solche Geräte professionelle Luftbilder liefern? Die Antwort ist: Ja! Foto: Weber

Seitdem die Geräte finanziell erschwinglich geworden sind, ist die Zahl der Fotodienstleister in dem Bereich gewissermaßen explodiert. Ein erforderlicher Sachkundenachweis und verschärfte rechtliche Vorgaben haben jüngst zumindest ein wenig die Spreu vom Weizen getrennt und weniger professionelle Multicopter-Fotografen vom Markt verdrängt.

Grundsätzlich sollte man die kleinen fliegenden Kameras aber auch als klassischer Luftbildfotograf nicht verteufeln. Sie sind zu Beispiel schnell einsatzbereit und können sehr tief fliegen. Eine Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile von Multicoptern und manntragenden Luftfahrzeugen:

Aspekte Multicopter klassische Luftbilder
Vorteile
  • schnell einsetzbar
  • wendig und agil
  • extrem niedrige Flughöhen möglich
  • Nadir-Perspektive leicht umsetzbar
  • Air-to-Air-Aufnahmen immer möglich
  • Fotograf hält die Kamera in der Hand
  • Arbeiten mit deutlich besseren Foto-Optiken möglich
  • Luftbild-Totalen ganzer Städte möglich
  • rechtliche Bedingungen eindeutig
Nachteile
  • Air-to-Air-Shots nahezu unmöglich
  • Flughöhe maximal 100 m
  • schlecht über Ozeanen einsetzbar
  • rechtliche Bedingungen undurchsichtig
  • viel Papierkram (Behörden), vor dem Flug über Städten oder Menschen
  • längerer Vorlauf nötig
  • Flughöhe mindestens 300 m
  • Nadir-Perspektive nur mit ausgebauter Tür oder in extremer Fluglage möglich

Ein weiterer Vorteil bei manntragenden Maschinen ist letztlich – das muss man schon zugeben – auch einfach das Erlebnis.

Aufnahmen, die Sie mit einem Multicopter nicht machen können oder sollten:

Bild: Luftbild Kernkraftwerk Grohnde
Ein Luftbild vom Atomkraftwerk Grohnde (Einschränkung: Kernkraft-Sicherheitsbereich). Foto: Weber
Bild: Luftbild Fregatte Sachsen
Fregatte Sachsen im Marinehafen Wilhelmshaven (Einschränkung: Höhe, Wasser, mil. Sperrgebiet). Foto: Weber
Bild: Ryanair-Flugzeuge in Bremen
Ryanair-Flugzeuge am Flughafen Bremen (Einschränkung: Flughafenbereich). Foto: Weber
Bild: Luftbild Hamburg City
Luftbild von Hamburg mit Elbphilharmonie und Speicherstadt (Einschränkung: Höhe). Foto: Weber

Sie sehen also: Der Fotoflug im Kleinflugzeug hat durchaus immernoch seine Berechtigung.

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Fazit und Empfehlung

Wenn Sie Luftbilder von Ihrem Unternehmensstandort, Ihrem Wohnhaus oder Ihrem Grundstück haben möchten, beauftragen Sie unbedingt einen Profi und sehen Sie sich vorher Referenzen desjenigen an, der für Sie Luftbildaufnahmen anfertigen soll. Wenn Sie es mit Amateuren zu tun haben, die inzwischen sehr häufig im Bereich der Fotodienstleistungen anzutreffen sind, machen Sie ihnen Ihre Qualitätsansprüche und Anforderungen klar – sonst haben Sie hinterher Ärger und müssen im Zweifelsfall zwei Mal bezahlen, was ein Experte problemlos besser in einem Durchlauf hinbekommen hätte.

Falls Sie einmal selbst Luftbilder machen und für den Privatgebrauch verwenden möchten, können Sie eine günstige Fotodrohne kaufen oder – wenn Ihr Geldbeutel das nicht zulässt oder Sie auf ein einmaliges Mitflug-Erlebnis aus sind – den Kontakt zu Privatpiloten suchen, um mit der Kamera im Kleinflugzeug mitfliegen zu können. Wir haben ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, wie Sie an eine günstige Mitfluggelegenheit kommen können: Hier klicken!

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