Corona-Regelungen kontrolliert: Polizei fliegt Nordsee-Küstenstreifen ab

Bild: Polizeihubschrauber
Ein solcher Polizeihubschrauber ist die Nordseeküste abgeflogen. Symbolfoto: Weber

Sonntag 22. März 2020 – Wilhelmshaven (we). Die Polizei macht ernst! Am Sonntagmittag ist ein Polizeihubschrauber die Nordseeküste bei Wilhelmshaven abgeflogen, um die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen aus der Luft zu kontrollieren. Konkreter Hintergrund ist ein Aufruf der Polizeidirektion Oldenburg vom Freitag, in der es hieß: »Bitte fahren Sie nicht an die Küste, z. B. nach Schillig, an den Südstrand oder nach Cuxhaven. Auch nicht nach Dangast oder ans Zwischenahner Meer«.

»Das hervorragende Wetter ist geradezu eine Verlockung für die Touristen und andere Besucher«, erläutert eine Sprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland den Einsatz. »Nach wie vor gilt jedoch die strenge Maßgabe, alles dafür zu tun, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und so bietet der Hubschrauber mit seiner ‚Vogelperspektive‘ eine sehr gute Möglichkeit, einen Gesamteindruck zu erhalten.«

Kontrollflug offenbar ohne Feststellung

Urlaubs-Verbot an der Nordseeküste! Zumindest was die aus der Luft kontrollierten Bereiche angeht, halten sich die Bürger aber offenbar an die strengen Vorgaben in der Corona-Krise. Das Ergebnis des Kontrollflugs: Soweit alles in Ordnung! Im Polizeibericht werden nur kleinere Zwischenfälle erwähnt, die nicht in Zusammenhang mit dem Kontrollflug stehen.

Was am Vormittag noch nicht kontrolliert werden konnte, weil es zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt war: Inzwischen gilt auch ein Kontaktverbot in ganz Niedersachsen, das die Zusammenkunft von mehr als zwei Personen verbietet. Ob es weitere Kontrollflüge der Polizei geben wird, ist unklar. Fest steht: Der Einsatz eines Polizeihubschraubers kostet den Steuerzahler gut 7.000 Euro pro Stunde.

Grafik: Trennstrich