Coronavirus: Lufthansa verliert pro Stunde eine Million Euro!

Bild: Lufthansa-Flugzeuge
Lufthansa hat drei ihrer Flugzeuge auf dem Vorfeld des Flughafen Hannover eingemottet. Foto: Weber

Mittwoch 8. April 2020 – Frankfurt (we). Erst einen Tag ist es her, dass die Lufthansa-Group tiefgreifende Einschnitte für ihre sämtlichen Tochter-Airlines bekanntgegeben hat. Jetzt hat Vorstands-Chef Carsten Spohr eine erschreckende Zahl genannt: Der Lufthansa-Konzern verliert aktuell eine Million Euro pro Stunde!

Das geht aus einer Videobotschaft an die Mitarbeiter hervor. Dort sagte er offenbar wörtlich: »In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve. Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat«. Kurz multipliziert: Pro Tag kostet die Coronavirus-Krise die Lufthansa-Gruppe also im Schnitt 24 Millionen Euro, in der Woche 168 Millionen Euro und im Monat bis zu 744 Millionen Euro.

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Millionen-Einbußen als Grund für Restrukturierungspaket

In Anbetracht dieser Zahlen scheinen die Maßnahmen des sogenannten ersten »Restrukturierungspakets« durchaus begründet. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Dutzende Flugzeuge bei Lufthansa, Lufthansa-Cityline und Eurowings ausgeflottet werden sollen. Die Konzern-Tochter Germanwings wurde komplett fallengelassen – der Flugbetrieb ist eingestellt und wird auch nach der Coronavirus-Krise nicht wieder aufgenommen.

Gleichwohl wird Spohr in mehreren übereinstimmenden Medienberichten mit der Aussage zitiert, die Lufthansa-Group stehe der Krise mit finanziellen Reserven von mehr als vier Milliarden Euro gegenüber. Trotzdem, so Spohr, sei absehbar, dass das Unternehmen staatliche Hilfe benötigen werde. Die Gespräche darüber laufen offenbar bereits.