Einsatzzahlen 2020: Christoph Niedersachsen 889 mal ausgerückt

Bild: Christoph Niedersachsen
Christoph Niedersachsen hat 889 Einsätze übernommen. Archivfoto: Weber

Mittwoch 13. Januar 2020 – Hannover (we). Die DRF-Luftrettung hat heute ihre Einsatzzahlen 2020 bekanntgegeben. Daraus geht unter anderem hervor: Christoph Niedersachsen ist im vergangenen Jahr zu 889 Einsätzen ausgerückt.

Die Summe der Einsätze ist bemerkenswert nahe an den Einsatzzahlen von 2019. Obwohl das erste Corona-Jahr zahlreiche Statistiken durcheinandergewirbelt hat, hat es beim Christoph Niedersachsen gerade mal ein Minus von 2 Prozent gegeben – oder in absoluten Zahlen: 18 Einsätze weniger als im Vorjahr. Das entspricht sehr genau dem Durchschnitt der gesamten DRF-Flotte.

Gesamte Flotte und Corona-Hubschrauber

Insgesamt waren die Hubschrauber der DRF Luftrettung 2020 exakt 39.971 mal alarmiert worden. Gemessen an den Vorjahreszahlen (40.738 Einsätze in 2019) ebenfalls ein Minus von 2 Prozent. Das allerdings, obwohl mit den »Corona-Transporthubschraubern« Christoph 111 und Christoph 114 im vergangenen Jahr zwei weitere Hubschrauber in Dienst gestellt worden waren.

Der in Bautzen stationierte Christoph 114 war erst am 23. Dezember aktiviert worden und hatte seitdem bis zum Jahresende 2020 insgesamt 18 Einsätze übernommen. Christoph 111 aus Rheinmünster (Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden) hatte seit März/April vergangenen Jahres 463 Einsätze geflogen.

Häufigste Probleme: Herz und Hirn

Bezogen auf die Gesamteinsätze der DRF-Flotte liegen mit 21 Prozent Erkrankungen des Herzens an der Spitze der sogenannten Verdachtsdiagnosen, gefolgt von neurologischen Erkrankungen wie Hirnblutungen (18 Prozent). Außerdem wurden die Luftretter häufig in Sachen »sonstige Erkrankungen« (12 Prozent) und Verletzungen durch Verkehrsunfälle (11 Prozent) zu Hilfe gerufen. Auch diese Anteile sind auf einem stabilen Niveau und entsprechen weitgehend denen der Vorjahre.

Insgesamt blickt die DRF Luftrettung motiviert auf 2020 zurück und sieht sich auch für die Zukunft im zweiten Corona-Jahr gut aufgestellt. Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung: »Wir sind stolz darauf, dass wir auch unter diesen sehr schwierigen Bedingungen umfassend für die Menschen da sein konnten«. Die bereits zu Beginn der Corona-Krise angeschafften Isoliertragen – sogenannte EpiShuttles – und die Aufrüstung einiger Hubschrauber mit Fünfblattrotoren sind demnach gut geeignet, die bevorstehenden Herausforderungen gut meistern zu können.