Registrierungspflicht für Drohnenpiloten erst Ende April 2021

Bild: Fotodrohne
Angesichts der komplizierten Drohnen-Rechtslage 2021 dürften sich viele Fernpiloten fühlen wie diese Drohne aussieht. Foto: Weber

Mittwoch 30. Dezember 2020 – Braunschweig (we). Das Luftfahrtbundesamt (LBA) setzt die Registrierungspflicht für Drohnenpiloten 2021 für vier weitere Monate aus. Das hat die Luftfahrt-Behörde aus Braunschweig kürzlich auf Nachfrage von air2air.de bestätigt. Die entsprechende Verfügung datiert vom 23. Dezember.

Ursprünglich war geplant, dass sich sogenannte Fernpiloten ab dem 1. Januar 2021 über eine Internetseite des LBA registrieren müssen, wenn sie weiterhin ihre Multicopter fliegen möchten. Nun heißt es: »Die Betreiberregistrierungspflicht wurde vom LBA bis zum 30. April 2021 ausgesetzt«. Das neue EU-Drohnenrecht 2021 gilt jedoch trotzdem ab 1. Januar.

Registrierungsnummer muss auf und in die Drohne

Der Plan hinter der Fernpiloten-Registrierung: Betreiber von Drohnen – vor allem Multicoptern etc. – mit einem Abfluggewicht von mehr als 250 Gramm (oder auch niedriger, wenn das Gerät personenbezogene Daten erfassen kann und nicht eindeutig als Spielzeug klassifiziert ist) sollen sich namentlich bei der Behörde registrieren.

Die Landesluftfahrtbehörde Bremen (Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen) erklärt dazu: »Sie erhalten nach der Registrierung eine individuelle Registrierungsnummer, die Sie auf allen Ihren Drohnen anbringen und in das Fernidentifikationssystem Ihrer Drohne hochladen müssen«. Wie das geht? Unklar.

Niedersachsen gibt »komplizierte Rechtslage« zu!

Weil wie eingangs erwähnt ab dem 1. Januar 2021 das übergeordnete EU-Drohnenrecht gilt, das deutsche Luftrecht jedoch noch nicht angepasst ist und auch die Registrierungspflicht aufgeschoben wird, räumen selbst Luftfahrt-Behörden die Unübersichtlichkeit der Situation öffentlich ein! Darunter die Landesluftfahrtbehörde Niedersachsen (Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, NLStBV), die wie folgt über die Drohnen-Rechtslage Anfang 2021 informiert.

»Zum 31.12.2020 erlangen die europäischen Regeln der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 zum Betrieb von UAS ihre Geltung und sind ab diesem Tag anzuwenden. Gleichwohl wird es zum Geltungsbeginn keine Änderung des nationalen Luftrechts geben (diese ist für Q2/Q3 2021 zu erwarten). Hierdurch ergibt sich eine vorerst komplizierte Rechtslage für alle Fernpilot*innen, da einige nationale Regeln durch die europäischen Normen abgelöst werden und andere bestehen bleiben.«


Vielleicht auch interessant: