Update: Bergung des havarierten Segelflugzeugs erfolgreich

Bild: Mann bedient Autokran
Mit einem mobilen Kran ist das Segelflugzeug geborgen worden. Symbolfoto: Weber

Dienstag 29. Oktober 2019 – Porta Westfalica / Lüchow-Dannenberg (we). Bergung geglückt: Nach einem stundenlangen Autokran-Einsatz am Hausberge in Porta Westfalica ist das in einer Baumkrone notgelandete Segelflugzeug heute geborgen worden. Inzwischen ist es wieder zurück zum Heimatflugplatz transportiert worden, wie der LSV Kreis Lüchow-Dannenberg e. V. mitteilt, dem die ASK-21 gehört.

Die Bergungsaktion vor Ort hatte am Vormittag mehr als fünf Stunden gedauert, das Segelflugzeug musste aus einer Höhe von mehr als 30 Metern geborgen werden. Dazu hatten insgesamt zwölf Einsatzkräfte einen großen Autokran sowie ein Hubarbeitsbühnen-Fahrzeug im Einsatz. Gegen 13 Uhr hatte der Boden das Flugzeug wieder, als es vom Kranführer behutsam in einer Lichtung abgesetzt wurde.

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Flugzeugbergung dauert mehr als fünf Stunden

Der aufwendigen Bergung war eine intensive Planungsphase vorausgegangen – der ursprünglich bereits am 22. Oktober angesetzte Bergungstermin war um eine Woche verschoben worden. Grund dafür: Die Bodenbeschaffenheit, die den Einsatz des Teleskopkrans offenbar nicht zugelassen hatte. Heute allerdings war die Aktion erfolgreich. Nachdem zunächst das Flugzeug am ausgefahrenen Kranausleger fixiert werden konnte, ließen sich Einsatzkräfte per Hebebühne auf Ebene des Flugzeugs hochbewegen, um es aus dem teils schweren Geäst freischneiden zu können. Das dauerte offenbar seine Zeit.

Schadensbegutachtung am Heimatflugplatz

Im Anschluss wurde das Flugzeug am Boden abgesetzt und in mehrere Teile zerlegt über die Straße zurück zum Flugplatz Lüchow-Rehbeck gebracht. Dort sollen nun nach Angaben des Vereins zunächst Rumpf und Tragflächen in der Werkstatt getrocknet werden und die Reparaturarbeiten vorbereitet werden. In einer Mitteilung heißt es: »Vielen Dank an die kompetenten Helfer, die uns heute und auch die letzten Tage zur Seite standen und dieses Bergungsprojekt realisieren konnten.«

Ersten Schätzungen zufolge kostet die Bergung rund 10.000 Euro, während am Segelflugzeug offenbar ein Schaden von rund 20.000 Euro entstanden ist. Eine Vollkaskoversicherung war für das Flugzeug nicht abgeschlossen worden, sodass die Kosten vom Verein selbst zu tragen sind. Eine Spendenaktion hat bis dato einen Betrag von rund 4.000 Euro eingebracht. Der Neupreis einer Schleicher ASK-21 beträgt mehr als 100.000 Euro.

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