Im Privatjet mitfliegen – Kosten, Tipps & Tricks

Bild: Learjet am Paderborn-Lippstadt Airport
Im Privatjet mitfliegen? Kein Problem – wenn man weiß, wie man es anstellen muss. Foto: Weber

Lust auf einen exklusiven Flug im Business Jet? Machen Sie es wie die Promis und fühlen Sie sich wie ein VIP! Fliegen Sie mit Tempo 800 über die Wolken und genießen Sie einen Champagner, bevor Sie den Piloten sagen, wo es langgehen soll.

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Allgemeines zu Business Jets

Ein Business Jet ist ein Flugzeug, in dem vor allem Geschäftsreisende zwischen zwei in der Regel weit voneinander entfernten Flughäfen transportiert werden. Die Ausstattung eines Business- Jets ist dabei klar auf Luxus ausgelegt. In einer solchen Maschine reisen Sie mindestens so komfortabel wie in einer Großraum-Luxuslimousine. In vielen Privatjets sind Minibars und eine Toilette vorhanden. Mit dem Unterschied, dass Sie mindestens fünf mal schneller unterwegs sind als im Auto. Der oben abgebildete Bombardier Learjet 75 beispielsweise hat eine Reisefluggeschwindigkeit von Tempo 861. Damit wären Sie theoretisch in weniger als einer Stunde von Flensburg aus in Garmisch-Partenkirchen.

Ein Überblick über die Luftfahrzeugkennzeichen (Registration) von Privatjets (auch »Business Jet«, »Corporate Jet« oder »Geschäftsreiseflugzeug« genannt) in Deutschland:

Klasse Gewicht
Zuordnung Beispiel-Modell
B 14 – 20 t Super Mid-Size Jets Dassault Falcon 50
C 5,7 – 14 t Mid-Size Jets / Light Jets Cessna Citation Sovereign
I 2 – 5,7 t Very Light Jets
(wenn Strahltriebwerk)
Embraer Phenom 100

Egal, ob es sich um einen Jet oder eine Propellermaschine handelt: Sie reisen um ein Vielfaches schneller von A nach B – und das mit einer Ausstattung wie im Edel-Wohnmobil.

Zulassungszahlen

Geschäftsreiseflugzeuge sind in Deutschland in die oben genannten Kennzeichen-Klassen eingeteilt. Dabei handelt es sich entweder um Turbo-Propellermaschinen (Turboprops) oder um Flugzeuge mit Strahltriebwerken (Jets) mit einem Gesamtgewicht bis 20 Tonnen (zum Vergleich: Ein Lufthansa-Airbus A320 wiegt etwa 75 Tonnen). Von den Kennzeichenklassen »Bravo« (D-B…) und »Charlie« (D-C…) sind aktuell in Deutschland gut 350 Flugzeuge registriert und zum Verkehr zugelassen (Stand: 2017). An den rund 24.000 insgesamt in der Bundesrepublik zugelassenen Luftfahrzeugen gemessen ist das ein verschwindend geringer Teil von etwas mehr als 1 Prozent.

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Die bloßen Zulassungszahlen sagen allerdings nichts darüber aus, wie oft Ihnen am Himmel über Deutschland tatsächlich ein Privatjet begegnen kann. Garantiert ist nicht nur eines von hundert Flugzeugen, das Sie aus Ihrem Wohnzimmerfenster oder im Flight Tracker am Himmel beobachten können, ein Privatjet. Der Grund: Meist werden die Flugzeuge auf Langstrecken eingesetzt und fliegen aus dem Ausland kommend nach Deutschland oder darüber hinweg.

Bedeutende Business Jets

Einige gängige Geschäftsreiseflugzeuge zwischen 5,7 und 20 Tonnen (Luftfahrzeugkennzeichen in Deutschland »D-C…« oder »D-B…«) sind:

  • Cessna Citation-Modellreihe
  • Embraer Phenom 300
  • Bombardier Challenger 300
  • Hawker Beechcraft-Modellreihe
  • Bombardier Global Express-Modellreihe
  • Bombardier Learjet-Modellreihe
  • Dassault Falcon-Modellreihe
  • Dornier 328-Jet
Bild: Cessna Citation Privatjet
Eine solche Cessna Citation Sovereign gehört zu den beliebtesten Business Jets. Foto: Weber

Interessant: Auch unterhalb der 5,7-Tonnen-Klasse gibt es (wie oben erwähnt) einige Privatjets, die dann in die Kennzeichenklasse »India« (D-I…) eingeteilt sind, die keine reine Jet-Klasse ist, sondern auch kleine Propellermaschinen einschließt. Die Jets dieser Kategorie sind sehr klein (Platz für maximal 4 bis 6 Passagiere) und am Himmel eher die Ausnahme. Zudem sind die sogenannten Very Light Jets (VLJ) vergleichsweise unwirtschaftlich und die Verkaufszahlen seit einem VLJ-Hype bei den Schönen und Reichen im Jahr 2008 stetig zurückgegangen. Die häufigsten aktuell noch anzutreffenden Modelle des einstigen »Must-Haves« der High Society sind:

  • Embraer Phenom 100
  • Cessna Citation Mustang
  • Hawker Beechcraft 390 Premier

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Was kostet ein Mitflug im Privatjet?

Bevor wir auf konkrete Preise eingehen: Ihnen sollte klar sein, dass ein Mitflug im Privatjet Geld kostet! Die Dimensionen sind hier etwas anders als bei Kleinflugzeugen. Sie können auf dieser Basis noch eine Null dazu rechnen. Außerdem sollte Ihnen bewusst sein, dass in der Regel niemand »nur so zum Spaß« durch die Gegend jettet. Die Ausnahme sind vielleicht überbezahlte Fußballspieler und Musiker, die jeglichen Bezug zum Wert des Geldes verloren haben.

Übliche Gründe für einen Flug im Privatjet sind:

  • Geschäftsreiseflug (Arbeitgeber zahlt)
  • Spaß an der Freud (Luftfahrt-Enthusiasten)
  • Geltungsbedürfnis (Prominente oder Social-Media-Schaffende)

Letztgenannter Gruppe kann hier vermutlich nicht weitergeholfen werden. Wenn Sie nur mal ein Selfie vor einem Business-Jet machen wollen, um Ihre Follower zu beeindrucken, versuchen Sie Ihr Glück am General Aviation Terminal (GAT) des nächsten größeren Flughafens. Seien Sie aber nicht deprimiert, wenn Ihnen dies verwehrt wird oder wenn (im Erfolgsfall) jemand herausfindet, dass Sie gar nicht wirklich mitgeflogen sind und der Jet auch nicht Ihnen gehört.

Bild: Interieur eines Learjet 75
Einladender Luxus: Im Privatjet sind Sie nicht einer von vielen Passagieren – Sie sind etwas Besonderes. Foto: Weber

Alle anderen Personengruppen sollten sich die folgenden Absätze durchlesen um sich weiter zu informieren oder direkt zur Empfehlung springen.

Charterkosten für Business Jets

Wenn Sie in einem Business Jet mitfliegen wollen, wird selbstverständlich nicht mehr mit Privatpiloten über Preise verhandelt. Sie fliegen dann mit professionellen Berufspiloten, die für ein Wirtschaftsunternehmen arbeiten. Statt Anhaltspunkte für »faire Preise« aufzuführen, sind deshalb nachfolgend die offiziellen Vollcharter-Kosten als Richtpreise angegeben. Vorab erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Fachbegriffe und die Unterschiede zwischen Vollcharter, Charter & Co.

BegriffDefinitionBeispiel
CharterAusleihen eines Flugzeugs durch einen Privatpiloten zur Selbstnutzung. Der Pilot zahlt die Charter-Gebühren an den Eigentümer (z. B. den Verein oder die Flugschule)Ein Privatpilot leiht sich eine Cessna 172 für 200 Euro pro Stunde und fliegt selbst damit
VollcharterMieten eines Flugzeugs i. d. R. inklusive Crew (Pilot/en) durch eine Privatperson oder ein Unternehmen ohne Luftfahrtbezug. Der Auftraggeber zahlt die Vollcharter-Gebühren an den Eigentümer (z. B. Luftfahrtunternehmen).(1) Ein Luftbildfotograf mietet eine Cessna 172 inklusive Pilot für 400 Euro pro Stunde

(2) Ein Unternehmer mietet einen Privatjet inklusive Crew für 3.100 Euro pro Stunde

(3) Ein Luftfahrtunternehmen mietet ein großes Passagierflugzeug mit Crew (wet-lease) oder ohne (dry-lease)
TeilcharterErwerben eines bestimmten Platzkontingents innerhalb eines Flugzeugs auf einer bestimmten Strecke. Der Auftraggeber (meist Reiseveranstalter) zahlt die Charter-Gebühren an den Eigentümer (z. B. Luftfahrtunternehmen).Ein Reiseveranstalter erwirbt 50 Sitzplätze in einer Boeing 737 für die Route Hannover-Fuerteventura, um sie anschließend weiter zu vermarkten
Flugzeug Sitzplätze* Reichweite Charter-Kosten pro Stunde
Cessna Citation Jet 2+ 6 >2.900 km (ca. 4 Stunden) 3.100 €
Cessna Citation Mustang 4 >2.100 km (ca. 3 Stunden) 3.100 €
Embraer Phenom 100 4 >2.100 km (ca. 3 Stunden) 3.200 €
Cessna Citation Sovereign 10 >5.000 km (ca. 6 Stunden) 6.500 €
Bombardier Challenger 300 9 >5.700 km (ca. 7 Stunden) 7.000 €

*) ohne Piloten

Die Gegenüberstellung verdeutlicht, warum die Maschinen aus der Citation-Familie so beliebt sind. Sie bieten vergleichsweise vielen Passagieren Platz und gleichzeitig sind die Betriebskosten sehr niedrig. Eine perfekte Kombination.

Schon gewusst? – Ein Eurofighter-Kampfjet der Luftwaffe verbrennt 74.000 Euro pro Flugstunde!

Wie komme ich an einen Platz im Privatjet?

Wie so oft gilt auch hier: Geld macht vieles möglich. Haben Sie genug »auf der Naht«, steht Ihnen der Himmel auch im Privatjet offen. Wenn Sie die oben angegebenen Charter-Preise aufbringen können, ist es kein Problem, in einem Jet mitzufliegen. In dem Fall wenden Sie sich an ein Jetcharter-Unternehmen in Ihrer Nähe. Meist haben solche Unternehmen ihre Basis an größeren Verkehrsflughäfen.

Eine andere Möglichkeit sind – so seltsam es klingen mag – sogenannte Mitflugzentralen. Tatsächlich werden auch dort Mitflüge in kleineren Business Jets angeboten, wenn auch sehr vereinzelt. Schauen Sie einfach regelmäßig in die Angebote der gängigen Anbieter oder einschlägigen Facebook-Gruppen. Insbesondere zu den bedeutenden Luftfahrtmessen oder Flugshows in Deutschland (ILA Berlin, Aero Friedrichshafen) werden immer mal wieder auch Mitflüge im Privatjet angeboten. Ein Platz in einer Cessna Citation von Frankfurt nach Friedrichshafen sollte vor einigen Jahren rund 500 Euro (Messe-Eintritt inbegriffen) kosten. Ein fairer Preis.

Insgesamt bleibt festzuhalten:

offizieller Weg
inoffizieller Weg
Sie chartern bei einem kommerziellen Luftfahrtunternehmen das komplette Flugzeug Sie haben Kontakte zu Berufspiloten innerhalb der General Aviation oder sind Mitglied bei Mitflugzentralen oder in Social-Media-Gruppen
Sie zahlen Sie den vollen Charterpreis pro Stunde; finden Sie Mitflieger, können Sie die Kosten teilen, das Risiko liegt aber bei Ihnen in der Regel zahlen Sie nur für Ihren eigenen Platz, auch wenn andere Plätze frei bleiben; das Kostenrisiko trägt das Unternehmen oder der Pilot

Davon, wirtschaftlich orientierte Luftfahrtunternehmen anzuschreiben, um dort um eine günstige Mitfluggelegenheit anzufragen, kann nur dringend abgeraten werden. Selbstverständlich bilden größere Jetcharter-Unternehmen auch Piloten aus und fliegen »mit heißer Luft« im Passagierraum umher, Sie wären aber noch immer ein Störfaktor, den man nicht für 250 Euro mehr in der Portokasse in Kauf nimmt.

Bild: Bombardier Challenger 604 G-MPJM
Auch die Bombardier Challenger 604 ist ein klassischer Privatjet. Foto: Weber

Glücksfall: Arbeitgeber zahlt

Wenn Ihr Arbeitgeber den Flug zahlt: Umso besser! Sie können dann natürlich nicht mehr selbst bestimmen, wo es hingehen soll, haben aber einen ersten Eindruck, wie es in der Welt der Business Aviation zugeht. Prinzipiell können Sie sich Ihren Arbeitgeber auch nach dem Vorhandensein einer Privatjet-Flotte aussuchen (Qualifikation für die jeweilige Stelle vorausgesetzt).

Doch Spaß beiseite und zurück zur sachlichen Information. Fakt ist: Folgende deutsche Unternehmen verfügen über mehr oder weniger große Jet-Flotten:

  • Volkswagen
  • BASF
  • BMW
  • Bertelsmann
  • Bosch
  • SAP
  • Viessmann
  • Würth (sogar mit eigenem Flugplatz)

Welche Möglichkeit auch immer Sie wählen, Fakt ist jedenfalls: Wenn Sie allein in einem 6-sitzigen Business Jet mitfliegen wollen, zahlen Sie etwa 3.100 Euro pro Stunde. Finden Sie weitere Mitflieger und teilen die Flugkosten, können Sie den Preis pro Person und Stunde auf gut 500 Euro senken.

Kosten sparen beim Privatjet-Charter

Wenn Ihr Start- und Zielflughafen und der Reisetermin nicht vorgegeben ist, ergeben sich manchmal Möglichkeiten, mit denen Sie beim Privatjet mieten Kosten sparen können. Das Stichwort ist: »Leerflüge« oder sogenannte Empty Legs.

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Vorteile und Nachteile

Die Vorteile und Nachteile von Business Jets sind schnell erklärt und einfach zu überschauen. Allen voran ist die Exklusivität der größte Vorteil. Demgegenüber stehen die teils enorm hohen Flugkosten. Ein weiterer Vorteil: Die Möglichkeit nach Instrumentenflugregeln zu fliegen, macht den Privatjet unabhängig von schwierigen Wetterbedingungen. Flugzeug und Piloten sind aber darauf vorbereitet, bei schlechten Sichtverhältnissen, Sturm oder Starkregen zu starten und zu landen.

Vorteile Nachteile
schnelle Reisegeschwindigkeit sehr hohe Betriebskosten
bequemes Interieur Flughafen-Infrastruktur benötigt
Fliegen bei jedem Wetter (IFR)
VIP-Gefühl

Insgesamt genießen Sie viele Annehmlichkeiten und größtmögliche Flexibilität bei Ihrer Reise, was allerlei Aspekte betrifft. So sind Sie beispielsweise nicht an irgendeine Gepäckbegrenzung gebunden und selbst das Fliegen mit Hund ist im Privatjet prinzipiell kein Problem.

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Sicherheit im Vergleich

Wer im Privatjet mitfliegt, bewegt sich auf der obersten Stufe der Luftfahrt-Sicherheit. Im Cockpit sitzen in der Regel zwei Berufspiloten mit viel Erfahrung!

Die Zahl der Abstürze von Privatjets über Deutschland ist nahezu verschwindend gering. Der letzte tödliche Flugunfall mit einer Cessna Citation etwa datiert von Januar 2014. Der Grund für den Absturz war menschliches Versagen. Die Piloten hatten sich dazu entschlossen, den Flugplatz Trier-Föhren unter Sichtflugbedingungen (VFR) anzufliegen, obwohl dichter Nebel einen Instrumentenanflug (IFR) erfordert hätte. Offenbar wegen der schlechten Sicht war die Maschine dann auch mit einem Hindernis kollidiert und abgestürzt.

Insgesamt ist die Business Aviation wie auch die Allgemeine Luftfahrt aber sehr sicher! Von 168 Flugunfällen im vergangenen Jahr (2017) waren es nur 3, in denen ein Flugzeug mit einem Gesamtgewicht über 5,7 Tonnen überhaupt eine Rolle gespielt hat. Bei allen dreien handelte es sich um Privatjets. Zwei mal waren die Unfälle sogenannte »Runway Excursions«, also das Abkommen von der Landebahn mit Beschädigung des Flugzeugs, in einem Fall hatte es in der Luft einen kurzfristigen »Loss of control« (Verlust über die Steuerung) aufgrund einer Wirbelschleppe gegeben. Todesopfer gab es keine.

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Besonderheiten beim Business Jet

Natürlich gibt es auch beim Mitflug im Privatjet einige Besonderheiten zu beachten. Wichtig ist zum Beispiel:

  • Benehmen Sie sich! Im Bereich Business Aviation gilt ein weitaus gehobenerer Standard als beim Linienflug. Kleiden Sie sich angemessen, trinken Sie nicht zu viel Alkohol und seien Sie stets höflich.
  • Die Cockpit-Crew ihre Arbeit machen lassen! Klar dürfen Sie auch mal während des Flugs einen Blick ins Cockpit werfen. Achten Sie aber darauf, die Piloten nicht zu sehr zu stören. Begegnen Sie allen Beteiligten mit gebührendem Respekt.

Checkin beim Fliegen im Privatjet

Der Checkin-Ablauf, wenn Sie einen Flug im Privatjet buchen, ist etwas anders als beim klassischen Urlaubsflug. Selbstverständlich muss an den größeren Flughäfen auch Ihr Gepäck untersucht werden, als Fluggast in der General Aviation genießen Sie aber andere Standards als die Ferien-Fluggäste. Allein der Wartebereich im General Aviation Terminal (GAT) lässt das VIP-Gefühl aufkommen.

Bild: VIP-Wartelounge Flughafen Hannover
Bequem und mit VIP-Charakter: Wartelounge am General Aviation Terminal Hannover. Foto: Weber

So oder ähnlich werden Sie als Privatjet-Passagier immer an den größeren Flughäfen auf den Abflug warten. In Sachen Komfort, Ruhe und Exklusivität kein Vergleich zu den öffentlichen Terminals. Und: Das gilt nicht nur für Fluggäste, die auf ihren Privatjet warten, sondern auch für solche, die im Kleinflugzeug mitfliegen wollen.

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Fazit und Empfehlung

Festzuhalten ist: Der Mitflug im Privatjet lohnt sich im Grunde nur dann, wenn Sie mit mehreren Personen eine weite Strecke zurücklegen wollen, ohne auf ein Linienflugzeug angewiesen zu sein. Für einen kurzen Rundflug um den Kirchturm brauchen Sie definitiv keinen Business Jet. Und für Luftbilder ist dieses Flugzeugmodell sogar gänzlich ungeeignet.

Falls Sie in der Gruppe reisen und die Flugkosten durch die maximale Zahl der Passagiere teilen, sind Preise ab 500 Euro pro Stunde pro Person möglich (bei einer 6-sitzigen Cessna Citation mit Betriebskosten von 3.100 Euro pro Stunde). Sie chartern einfach die Maschine bei einem Luftfahrtunternehmen und sind frei, in einem Radius von 5.000 Kilometern (oder etwa 6 Flugstunden) auf jedem infragekommenden Flughafen dieser Welt zu landen. Zur groben Orientierung: Mit diesem Weg-/Zeit-Kontingent können Sie von Hannover nach Dubai fliegen.

Mit Glück finden Sie auch ein Angebot in einer Mitflugzentrale, das zwar günstiger ist als das Chartern, aber dann können Sie in der Regel nicht so frei bestimmen, wohin Sie fliegen möchten. Wenn Ihnen die Kosten zu hoch sind, bleibt Ihnen immer auch die Möglichkeit, erst einmal in einem Kleinflugzeug mitzufliegen. Geht es um Exklusivität, könnte für die Ultra-Kurzstrecke auch das Chartern eines Hubschraubers in Frage kommen. Für Adrenalin-Junkies besteht außerdem die exklusive Möglichkeit für einen Mitflug im Kampfjet!

Ihr Weg zum günstigen Mitflug im Privatjet

Schritt 1: Finden Sie weitere Mitflieger, damit die Kosten für jeden Reisenden möglichst niedrig sind!

Schritt 2: Suchen Sie ein Charterunternehmen am bevorzugten Startflughafen und stellen Sie eine Anfrage für einen Vollcharter-Flug inklusive Piloten!

Schritt 3: Entscheiden Sie sich für einen Termin und buchen Sie einen Flug direkt beim Unternehmen!


Autorenfoto: Frank Weber

Autor: Frank Weber
Von der Handwerkskammer Hannover geprüfter Berufsfotograf, ausgebildeter Nachrichten-Redakteur und seit 2018 beruflich im Bereich Online Content Marketing tätig. Allgemeine Luftfahrt und Flugsimulatoren sind sein Hobby.

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