Tipps fürs Mitfliegen – so geht’s günstig auf den Copiloten-Sitz

Bild: Cockpit-Ansicht Low Pass Bad Gandersheim
Spaß im Cockpit: Im Kleinflugzeug mitfliegen macht eine Menge Freude. Foto: Weber

Wollten Sie schon immer mal in einem Kleinflugzeug mitfliegen? Und dabei selbst bestimmen können wo es langgeht? Wer einen Privatpiloten kennt, kommt leicht in einen solchen Genuss, doch auch Luftfahrt-Laien steht der Himmel offen. Zum Beispiel als Mitflieger auf dem Copiloten-Sitz.

Ein Privatflug ganz ohne Szene-Kontakte – geht das? Was für Kosten müssen eingeplant werden und wo ist eigentlich der nächste Flugplatz? Lesen Sie hier Antworten auf die häufigsten Fragen!

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Kontakte knüpfen – nie war es einfacher!

Die gute Nachricht vorweg: An eine günstige Mitfluggelegenheit im Kleinflugzeug zu kommen, ist weit weniger kompliziert als allgemein angenommen. Zwar kann man ein solches Erlebnis nicht einfach im Reisebüro buchen, das Kontakte-Knüpfen mit Piloten ist in Zeiten des Internets aber keine langwierige und sensible Angelegenheit mehr. Man muss auch nicht gleich einem Luftfahrtclub beitreten, wenn man nur mal privat mitfliegen möchte. Und: Flüge auf privater Ebene sind definitiv bezahlbar!

Bild: Privatpilot im Kleinflugzeug
Robert ist Privatpilot und bietet Flüge bei einer Mitflugzentrale an. Foto: Weber

Die wohl einfachste Möglichkeit an einen Platz zu kommen, sind sogenannte Mitflugzentralen. Interessenten können dort online nach Angeboten suchen, die von Privatpiloten speziell auf der Suche nach Mitfliegern eingestellt worden sind. Ist ein passender Strecken- oder Rundflug dabei, kann der Flug online über das System gebucht werden. Die Mitflugzentrale verlangt dann etwa 10 Prozent Vermittlungsprovision.

Wer das System der Mitflugzentralen nicht unterstützen oder lieber ersteinmal vor Ort schauen möchte, dem sei ein Besuch des nächstgelegenen Flugplatzes empfohlen. Sinnvoll ist es, an einem Sonntag in den Sommermonaten bei einem kleinen Flugplatz vorbeizuschauen. In der Regel findet sich immer jemand, mit dem man ins Gespräch kommen kann. Vielleicht ergibt sich auch dann schon direkt die Gelegenheit für einen kurzen Schnupperflug. Eine gute Gelegenheit zum Kontakte-Knüpfen vor Ort sind auch Flugplatzfeste von Luftsportvereinen in der Region.

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Ihre Möglichkeiten fürs Mitfliegen

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Luftfahrzeuge, mit denen Sie einmal mitfliegen können. Wie wär’s mit einem Hubschrauber-Rundflug? Oder einer Runde Kunstflug im Doppeldecker-Flugzeug? Und tatsächlich: Selbst ein Mitflug in einem Kampfjet wäre möglich – es gibt Anbieter, die ein solches Erlebnis in einem ausgeflotteten Düsenjäger möglich machen.

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Wo möchten Sie mitfliegen? Sie haben die Wahl:

Icon: Heißluftballon Icon: Ultraleichtflugzeug Icon: Tragschrauber
Ballonfahrt Ultraleichtflug Tragschrauber
Icon: Kleinflugzeug Icon: Hubschrauber Icon: Privatjet
Kleinflugzeug Hubschrauber Privatjets
Icon: Segelflugzeug Icon: Fallschirm
Segelflug Fallschirm

Andere Aktivitäten in der Luft wie Fallschirmspringen (Tandemsprung) und Gleitschirmfliegen zählen natürlich auch dazu, wobei es die mit Abstand meisten Mitfluggelegenheiten im Bereich der Kleinflugzeuge gibt.

Schon gewusst? – Im Korb eines Heißluftballons ist es praktisch immer windstill!

Zweifelsohne ein Erlebnis

Welche Variante auch immer: Ihr privater Rundflug wird definitiv ein Erlebnis (oder »Airlebnis« wie es bei Event-Veranstaltern desöfteren heißt). Sie lernen Dinge, Abläufe und Bereiche kennen, die Ihnen bei einem herkömmlichen Urlaubsflug verborgen bleiben. Sie werden für kurze Zeit Teil einer Welt, die viele Menschen vielleicht niemals kennenlernen. Fühlen Sie sich an größeren Flughäfen in einer speziellen General-Aviation-Lounge wie ein VIP-Fluggast! Und kein Witz: Selbst einige kleine zweisitzige Cessnas haben ein Triebwerk von Rolls Royce eingebaut.

Bild: Rolls-Royce-Aufkleber
Fliegen in einem Kleinflugzeug mit Rolls-Royce-Triebwerk? Kein Problem! Foto: Weber

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Kleinflugzeuge – ein Überblick

Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Egal für welche Art von Mitflug Sie sich entscheiden – so oder so gilt: Ein bisschen Vorbereitung schadet nie! Zunächst sollten sich Luftfahrt-Einsteiger mit einigen Wissensgrundlagen vertraut machen. Eine der wichtigsten Informationen für jemanden, der beispielsweise gerne einmal im Kleinflugzeug mitfliegen möchte, ist selbstverständlich ein Überblick über die gängigen Flugzeugmodelle.

Bild: Außenansicht Cessna 172 D-EFEE
Eine Cessna 172 – der Klassiker unter den Kleinflugzeugen. Foto: Weber

Das mit Abstand am weitesten verbreitete Kleinflugzeug-Modell ist die Cessna 172. Das Flugzeug bietet Platz für vier Personen (inklusive Pilot) und ist beinahe in jedem Hangar zu finden. Die 172 ist eine Maschine der Echo-Klasse und erreicht eine Reisegeschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. 1955 erstmals gebaut, wird das Modell – mit einer Produktionspause zwischen 1987 und 1996 – bis heute in Serie hergestellt.

Zwar ist die Cessna 172 der unbestrittene Kleinflugzeug-Klassiker, es gibt aber noch einige andere. Weitere beliebte Modelle in Deutschland und Europa sind beispielsweise: Piper PA-28, Robin DR-400, Aquila A210. In der folgenden Tabelle gibt es einen Überblick über die hierzulande üblichen Flugzeugmuster, die für einen privaten Mitflug in Frage kommen.

Flugzeug Anzahl Sitze
Besonderheit
Cessna 172 4 Schulterdecker
Piper PA-28
4 Tiefdecker
Robin DR-400 4 Tiefdecker
Aquila A210 2 Tiefdecker
Diamond DA20 / DA40 2 / 4 Tiefdecker
Cirrus SR20 4 Tiefdecker

Hinweis: In der Übersicht sind nur Kleinflugzeuge der Echo-Klasse berücksichtigt worden. Selbstverständlich ist es auch möglich, in Hubschraubern, Segelflugzeugen oder Business-Jets mitzufliegen.

Schon gewusst? – Ein Segelflugzeug wird beim Windenstart in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt!

Unsere Empfehlung: Wählen Sie die Cessna!

Aus der Liste der gängigsten Kleinflugzeugmodelle ist die Cessna 172 der einzige Schulterdecker – und bietet damit einen entscheidenden Vorteil: Die Tragflächen oberhalb der Sichtachse. Wer Wert darauf legt, während des Fluges eine gute Aussicht zu haben, sollte sich also für diese Bauweise entscheiden.

Bild: Luftbild Nienburg mit Tragfläche
Für Luftbildaufnahmen eignet sich besonders ein sogenannter Schulterdecker. Foto: Weber

Bei den übrigen Mustern beeinträchtigen jeweils die Tragflächen die Sicht nach unten. Ein weiterer Vorteil einiger 172er: Zu öffnende Fenster. Für Mitflieger, die Fotos machen möchten, ein angenehmes Detail und Garant für Bilder ohne Spiegelungen oder Farbstiche.

Fliegen mit Haustier im Kleinflugzeug

Selbstverständlich ist es auch möglich, dass Sie mit Ihrem Haustier im Kleinflugzeug verreisen. Lesen Sie dazu unseren weiterführenden Ratgeber-Artikel: Fliegen mit Hund – Bedingungen, Kosten & Tipps

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Was kostet ein Mitflug?

Doch was kostet nun so ein Mitflug? Nach geltendem Recht dürfen Privatpiloten Mitflüge nur gegen angemessene Kostenbeteiligung anbieten und keinen Gewinn damit erzielen. Bei einem solchen privat organisierten Flug werden in der Regel die Kosten unter den Mitfliegern zu gleichen Teilen aufgeteilt. Oft wird der Pilot davon aber auch ausgenommen – er muss schließlich »arbeiten« und kann sich nicht wie die anderen bequem zurücklehnen.

Wie die Kostenübernahme in der Praxis gehandhabt wird, entscheiden die Beteiligten meist schon vor dem Flug. Grobe Anhaltspunkte für faire Mitflug-Preise liefert die folgende Tabelle.

Flugzeug Charter-Kosten pro Stunde für Piloten
Kosten pro Mitflieger
pro Stunde
Cessna 172 200 € 50 €
Piper PA-28
240 € 60 €
Robin DR-400 180 € 45 €
Aquila A210 165 € 83 €
Diamond DA20 / DA40 150 / 240 € 75 / 60 €
Cirrus SR20 280 € 70 €

Übrigens: Die oben angeführte Regelung in Sachen Gewinnabsicht gilt nicht mehr, wenn der Flug gewerblich durchgeführt wird und der Pilot für ein Unternehmen arbeitet. Dann sind die Kosten für einen Flug aber auch in der Regel dreimal so hoch wie bei der privaten Variante.

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Wo ist der nächste Flugplatz?

Das Wissen über die gängigsten Kleinflugzeugmuster und angemessene Kosten für einen privaten Mitflug ist nun vorhanden. Aber eine essentielle Frage ist noch nicht beantwortet: Wo ist eigentlich der nächste Flugplatz? Von wo aus kann man starten? Fakt ist: In Deutschland gibt es derzeit rund 500 Flugplätze (Quelle: DLR). Daraus ergibt sich ein vergleichsweise sehr enges Netz aus Möglichkeiten für Starts und Landungen. So ist es beispielsweise möglich, auch kürzeste Strecken mit dem Kleinflugzeug zurückzulegen.

Bild: Landebahn aus dem Cockpit
Landeanflug im Kleinflugzeug auf den Flughafen Hannover-Langenhagen. Foto: Weber

Eine sehr hilfreiche Übersichtskarte hat das Internet-Portal UL-Forum[Empfehlung] erstellt. Sie beinhaltet alle Flugplätze mit ICAO-Code (Anfangsbuchstabe E), also vergleichsweise größere Flugplätze. Kleinere Segelflugplätze sind in der Regel nicht verzeichnet, obwohl auch von ihnen mit Motorflugzeugen gestartet werden könnte und in der Praxis auch wird. Eine Übersicht aller Segelflugplätze findet sich auf Wikipedia. Schauen Sie doch einmal nach, wo in Ihrer Nähe der nächste Flugplatz ist.

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Interessante Reiseziele

Jeder Flug ist anders und immer wieder gibt es spannende neue Dinge zu sehen. Wer allerdings zum fünften Mal um den Kirchturm seines Heimatorts geflogen ist, bei dem könnte der anfängliche Spaß langsam eintrüben. Damit die Faszination Mitfliegen erhalten bleibt, kann man durchaus mal in die Ferne schweifen. Es gibt es schier unendlich viele Reiseziele mit dem Kleinflugzeug in Nah und Fern. Und sei es nur für einen schnellen Cappuccino im Flugplatz-Café.

Bild: Kleinflugzeuge vorm Flugplatz-Café in Höxter
Mit dem Flugzeug zum Kaffeetrinken von Bad Pyrmont nach Höxter? Der Autor dieser Website hat’s gemacht. Foto: Weber

Was zunächst höchst dekadent und im wahrsten Sinne des Wortes abgehoben klingt, ist es gar nicht, wenn man sich in der Welt der Privatfliegerei etwas auskennt. Die Kosten in der General Aviation sind deutlich geringer als gemeinhin angenommen und wenn Sie sich mit dem Piloten auf »Halbe Halbe« einigen, spricht nichts dagegen, einfach mal nur zum Kaffeetrinken oder zum schnellen Sightseeing irgendwohin zu fliegen.

In der Regel zahlen Sie in Nahbereich etwa das, was bei einer Taxi-Fahrt fällig geworden wäre. Mit dem Unterschied, dass Sie den direkten Weg nehmen können und dadurch (bezogen auf die Durchschnittsgeschwindigkeit des Taxis) bis zu drei Mal schneller am Ziel sind. Je weiter Ihr Ziel entfernt ist, desto mehr Zeit und Geld sparen Sie im direkten Vergleich.

Bild: Innenansicht Socata TB-20
Ledersitze und Anschnallgurte: Im Kleinflugzeug reisen Sie wie in einem Auto der oberen Mittelklasse. Foto: Weber

Wir haben in der folgenden Tabelle einige spannende Flugplätze und Gegenden zusammengestellt, die definitiv einen Besuch Wert sind:

FlugplatzBesonderheit
Bremen
EDDW
City in unmittelbarer Nähe
Konstanz
EDTZ
Altstadt 10 Minuten mit dem Taxi entfernt, Bootsrundfahrten über den Bodensee
Speyer
EDRY
Altstadt 10 Geh-Minuten entfernt, Technik-Museum in unmittelbarer Nähe
Wasserkuppe
EDER
höchstgelegener Flugplatz in Deutschland; in seiner Klasse auch der meistbesuchte
Wilhelmshaven
EDVI
Nordsee in unmittelbarer Nähe, gute Sicht auf die Inseln, Jade-Weser-Port usw.

Ihr Favorit ist nicht aufgeführt? Schreiben Sie gern eine E-Mail mit ein paar Eckdaten an info@air2air.de!

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Sicherheitsaspekte

Die Sicherheit spielt in der Luftfahrt eine sehr große Rolle. Im allgemeinen können Sie davon ausgehen, dass die Privatfliegerei nicht gefährlicher ist als andere Hobbies. Wer mit einem Privatpiloten mitfliegt, begibt sich in die Hände eines Menschen, der seine Fähigkeit ein Flugzeug zu führen auf theoretischer und praktischer Ebene nachgewiesen hat. Ein Profi also. Zudem gibt es strenge und Vorgaben was die Gesundheit eines Piloten angeht. Wer die Privatpiloten-Lizenz erlangen möchte, muss körperlich und geistig absolut fit sein und zum Scheinerhalt auch regelmäßig praktische Flugstunden sammeln.

Bild: Luftbild-Totale am Flughafen Hamburg
Schon am Boden ist die Luftfahrt ein komplexes Konstrukt. Damit sie sicher ist, wird alles streng überwacht. Foto: Weber

Und: Selbst wenn es doch einmal unwahrscheinlicherweise zu einem Zwischenfall kommt, sind die Chancen hoch, dass sie unversehrt oder zumindest lebend davonkommen. Regelmäßige Checks des Flugzeugs und des Piloten sowie die permanente Überwachung des Flugverkehrs über Deutschland machen das (Mit-)Fliegen zu einer sehr sicheren Sache. Und: Die Unfalluntersuchung ist behördlich geregelt und hat den Anspruch, mit den aus einem Absturz gewonnenen Erkenntnissen weitere Unfälle dieser Art zu verhindern.

Neben dieser Art von Sicherheit – nämlich die, auf die Sie als Mitflieger in der Regel keinen Einfluss haben – gibt es auch noch das Thema Sicherheit auf Flugplätzen.

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Tipps und Tricks

Zum Schluss geben wir Ihnen noch einige hilfreiche Tipps und Tricks für einen Rundflug mit auf den Weg. Damit Ihr privater Mitflug im Cockpit ein Spaß wird, beachten Sie einfach folgende grundsätzliche Dinge.

Das Internet nutzen

Auch wenn Sie skeptisch sind: Nutzen Sie das Internet auf der Suche nach einer Mitfluggelegenheit! Beste Möglichkeit für Mitflug-Kontakte sind Mitflugzentralen wie Wingly oder Flytclub. Allerdings können die Preise dort bis zu zehn Prozent teurer sein, weil sich die Portale die Vermittlung vergüten lassen und in den meisten Fällen der Pilot diese Gebühr auf seinen Preis aufschlägt. Aus diesem Grund können auch Gruppen in Sozialen Netzwerken (Social Media) wie Facebook eine interessante Alternative sein.

Freunde einladen

Wer weitere Mitflieger im Freundes- oder Bekanntenkreis gewinnen kann, weiß zum einen, mit wem er unterwegs sein wird, zum anderen wird der Preis für jeden einzelnen günstiger je mehr Passagiere es gibt. Eine Reise in einer Cessna 172 ohne zahlenden Piloten wird den einzelnen Mitflieger knapp 200 Euro pro Stunde kosten. Findet man zwei weitere Passagiere, sind es für jeden etwa 67 Euro. Ein weiterer Vorteil: Da kleinere Flugplätze in der Regel schwer via ÖPNV erreichbar sind, können sich dann auch leichter Fahrgemeinschaften zusammenfinden.

Bild: Mittelgebirge im Nebel aus dem Flugzeugfenster
Erleben Sie einzigartige Momente – und laden Sie auch Ihre Freunde und Bekannten dazu ein! Foto: Weber

Kamera mitnehmen

Wie oben bereits erwähnt: Nehmen Sie unbedingt Ihre Foto- oder Videokamera mit auf die Reise! Sie werden Erinnerungen festhalten, an denen Sie sich immer wieder neu erfreuen können. Machen Sie ein Luftbild von Ihrem Haus oder der Stadt, in der Sie wohnen!

Von kleinen Plätzen fliegen

Anfangs sollte man eher von kleinen Flugplätzen fliegen, bis man ein gewisses Grundgefühl für die teils sensiblen Regularien in der Luftfahrt-Welt bekommen hat. Fliegen Sie von einem großen Verkehrsflughafen, müssen Sie sich nämlich auf eine – manchmal unerwartet penible – Sicherheitskontrolle einstellen. Sie betreten den Sicherheitsbereich dort zwar über eine Art VIP-Terminal (GAT), werden aber abgefertigt wie jeder andere Fluggast. Das heißt: Ihr Gepäck wird durchleuchtet, Flüssigkeiten sind ab einer gewissen Menge verboten. Ein weiterer Vorteil von kleineren Plätzen: Dort werden vergleichsweise deutlich günstigere Landegebühren verlangt, was wiederum die Gesamtkosten schmälert.

Bild: Flugplatz Bisperode (Luftbild)
Beispiel für einen kleinen, unkomplizierten Flugplatz mit Graspiste: Der Flugplatz Bisperode bei Hameln. Foto: Weber

Hilfe anbieten, wo sie nötig ist

Ein Part, der insbesondere beim Segelflug von Bedeutung ist, ist das ungefragte Anbieten von Hilfe, wenn Sie sehen, dass sie benötigt wird. Meist wird Manpower beim Aus- und Einhallen des Flugzeugs gebraucht. Fassen Sie aber nichts an, ohne dass Ihnen jemand den Auftrag dazu gegeben hat! Sprechen Sie immer mit dem Piloten ab, wie genau Sie hilfreich sein können.

Bild: Cessna wird per Hand eingehallt
Wenn Sie privat mitfliegen, bieten Sie dem Piloten unbedingt auch Ihre Hilfe an. Symbolfoto: Weber

Flugspur ansehen

Wenn der Boden Sie wieder hat, schauen Sie sich doch einmal an, wo Sie entlang geflogen sind. Mit Hilfe sogenannter Flight Tracker können Sie in vielen Fällen auf einer Art Online-Radar Ihren persönlichen Flugweg nachvollziehen. Aus den Daten geht auch hervor, wie schnell oder wie hoch Sie maximal geflogen sind. So haben Sie gleich noch ein paar mehr Details zu Ihrem spannenden Gastflug zu erzählen!


Autorenfoto: Frank Weber

Autor: Frank Weber
Von der Handwerkskammer Hannover geprüfter Berufsfotograf, ausgebildeter Nachrichten-Redakteur und seit 2018 beruflich im Bereich Online Content Marketing tätig. Allgemeine Luftfahrt und Flugsimulatoren sind sein Hobby.

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