Startverbot für alle Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr

Bild: Airbus Helicopters Tiger 74+40
Die Bundeswehr hat vorerst alle Kampfhubschrauber Tiger gegroundet. Archivfoto: Weber

Mittwoch 7. August 2019 – Strausberg (we). Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben ihre gesamte Tiger-Kampfhubschrauberflotte vorübergehend stillgelegt. Grund dafür ist ein Sicherheits-Warnhinweis des Herstellers, wonach ein wichtiges Teil zur Rotorsteuerung Materialfehler aufweisen könnte.

Die aktuelle Einstellung des Flugbetriebs betrifft alle der insgesamt 53 von der Bundeswehr betriebenen Tiger-Kampfhubschrauber im Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar und im Deutsch-Französischen Heeresfliegerausbildungszentrum in Le Luc in Frankreich. Das möglicherweise fehlerhafte Teil, ein Titanbolzen, sei zwar auch in den Hubschraubermustern NH-90 und EC-135 verbaut, dort jedoch »nicht an sicherheitsrelevanten Stellen«.

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Flugsicherheitsausschuss berät über weiteres Vorgehen

Wie aus einer Mitteilung der Bundeswehr hervorgeht, hat der General Flugsicherheit Bundeswehr für den morgigen Donnerstag zu einer Expertenrunde, den sogenannten Flugsicherheitsausschuss, geladen. »Auf jeden Fall werden alle Kampfhubschrauber Tiger vor dem nächsten Flug gründlich überprüft und falls notwendig Bolzen ausgetauscht«, heißt es. Wann der Flugbetrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, bleibt bis dahin ungewiss.


Zum Update:
Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr: Flugbetrieb wird bald wieder aufgenommen (9. August 2019)