Aktuelle Statistik: Mehr als 23.000 Luftfahrzeuge in Deutschland zugelassen

Dienstag 5. Juni 2018 Schon gewusst? In Deutschland waren im vergangenen Jahr (2017) mehr als 23.000 Luftfahrzeuge zugelassen. Und: Den Großteil davon machen nicht etwa Verkehrsflugzeuge aus, sondern tausende Segel- und Kleinflugzeuge.

Das geht aus den aktuellen Jahresstatistiken des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) in Braunschweig und des Deutschen Aero Clubs (DAeC) hervor.

Kennzeichen-Klasse Bestand
A (mehr als 20 t) 753
B und C (5,7 bis 20 t) 356
E und G (ein- und mehrmot. Flugzeuge bis 2 t) 6.746
F und I (ein- und mehrmot. Flugzeuge 2 bis 5,7 t) 565
H (Hubschrauber) 729
K (Motorsegler) 3.528
L (Luftschiffe) 3
M (Ultraleichtflugzeuge, Tragschrauber usw.) 2.710
O (Heißluftballone) 1.102
Segelflugzeuge 7.383
Summe 23.875

Datenquelle für alle außer M-Klasse: LBA; Datenquelle M-Klasse: DAeC; Aufbereitung und Zusammenfassung: Weber


Anteil der Segelflugzeuge am höchsten

Tatsächlich sind allein 17.657 der 23.875 Maschinen Segelflugzeuge, Motorsegler oder Kleinflugzeuge der Echo- und Golf-Klasse. Dazu kommen nochmal 2.710 Luftsportgeräte wie Ultraleichtflugzeuge, Tragschrauber und Motorschirme.

Infografik in Deutschland zugelassene Luftfahrzeuge 2017
Der Anteil der verschiedenen zugelassenen Luftfahrzeuge in Deutschland im Jahr 2017. Infografik: Weber

Luftsport in Deutschland ein beliebtes Hobby

Die Zahlen belegen: Der Luftsport ist in der Freizeitgestaltung der Deutschen offensichtlich ein wichtiger Bestandteil. Die enge Beziehung zum Segelflug scheint auch heute noch ungebrochen. Zur Erinnerung: Nach Ende des Ersten Weltkriegs war den Deutschen durch den Versailler Vertrag der Motorflug verboten worden. In den folgenden knapp 100 Jahren wurde hierzulande der Segelflug immer weiter perfektioniert bis heute.

Wieviele Luftsportvereine es gibt, ist schwer zu ermitteln. Sie sind wenn überhaupt in Dachverbänden auf Landesebene organisiert. Fakt ist aber: Es gibt weit mehr solcher Vereine als der Luftfahrt-Laie vielleicht denkt. Im »DAeC-Landesverband Niedersachsen« sind derzeit gut 90 Stück vertreten.

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