Verlust von Zusatztanks am Tornado: Luftwaffe bestätigt Pilotenfehler

Bild: Soldat mit Zusatztank
Dies ist ein Zusatztank an einem Tornado-Kampfjet. Daneben ein Soldat als Größenvergleich. Symbolfoto: Weber

Donnerstag 26. September 2019 – Jagel/Pansdorf (we). Nach dem »Verlust« zweier Zusatztanks während eines Tornado-Fluges (air2air.de berichtete) hat die Luftwaffe jetzt mitgeteilt, dass es sich beim Grund dafür nicht um einen technischen Defekt, sondern um menschliches Versagen gehandelt hat. Heißt konkret: Der Kampfpilot hat schlicht den falschen Knopf gedrückt.

In der Folge waren die beiden Zusatztanks (Drop Tanks) aus einer Höhe von 6.000 Metern (rund 20.000 Fuß) zu Boden gestürzt. Unfassbares Glück: Die Tanks waren leer und schlugen in sehr dünn besiedeltem Gebiet auf Äckern ein, sodass letztlich niemand zu Schaden gekommen ist. Welche Konsequenzen der Vorfall für den Kampfpiloten hat, ist nicht überliefert.

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Waffensystem Tornado

Hintergrundinformation: Der Panavia Tornado Kampfjet verfügt über insgesamt vier Mounting-Systeme an den Tragflächen und weitere an der Rumpfunterseite. Alle Komponenten, die dort »eingehakt« werden, können mittels Knopfdruck aus dem Cockpit heraus abgeworfen oder abgefeuert werden. Das können neben Zusatztanks zum Beispiel Sidewinder-Raketen oder ballistische Bomben sein.

Bild: Tornado mit Info-Numerierung
An den Tragflächen des Tornados können zwei Zusatztanks installiert werden (Pos. 2+3). Symbolfoto: Weber

Zusatztanks am Tornado

Die aus Metall gefertigten Zusatztanks sind jeweils 5,60 Meter lang, haben einen Durchmesser von 74 Zentimetern und wiegen leer rund 130 Kilogramm. Beim Abflug seien sie mit jeweils 1.200 Kilogramm Treibstoff gefüllt gewesen, heißt es.

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