Suche nach vermisstem Kleinflugzeug eingestellt!

Bild: Cirrus SR20
Diese Cirrus SR20 ist seit dem 19. Mai 2019 verschollen. Archivfoto: Weber

Freitag 31. Mai 2019 – Wilhelmshaven (we). Wann wird das Schicksal zweier Männer aus Hannover, die vor knapp zwei Wochen mit ihrem Kleinflugzeug verschollen sind, endlich aufgeklärt? Die Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg hat am Nachmittag mitgeteilt, die Suche nach den beiden Vermissten eingestellt zu haben.

Zwar soll die Suchaktion wieder aufgenommen werden, wenn weitere Erkenntnisse vorliegen, wann das sein wird, ist aber völlig unklar. Bisher waren offenbare mehrere hundert Teile des Kleinflugzeugs auf der Jade treibend und am Strand in Tossens gefunden worden, das Hauptwrack ist jedoch bis heute unentdeckt geblieben.

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Eine Chronik

TagEreignisse
Sonntag, 19. Mai
  • Das Kleinflugzeug startet um 18.20 Uhr in Wangerooge und verschwindet sechs Minuten später vom Radarschirm.

  • Im Bereich Wilhelmshaven toben heftige Unwetter mit Regen und Gewitter.
  • Montag, 20. Mai
  • Gegen Mittag werden erste auf dem Wasser treibende Wrackteile entdeckt. Die Polizei erhält erst jetzt Kenntnis über ein vermisstes Flugzeug.

  • Eine gemeinsame Suchaktion von zahlreichen Behörden und Institutionen beginnt - mit Booten, Schiffen und Hubschraubern.

  • Am Abend wird durch eine Hubschrauberbesatzung die Pilotentasche des 44-jährigen Flugzeugführers entdeckt.
  • Dienstag, 21. Mai
  • Nachdem die Suchmaßnahmen witterungsbedingt unterbrochen werden mussten, werden sie nun fortgeführt.

  • Während die Identität des Fluggastes inzwischen feststeht, sind in Tossens weitere Wrackteile angespült worden.

  • Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise. Insbesondere Augenzeugen vom Sonntag sollen Angaben zum Flugverlauf machen.

  • Im Bereich Tossens wird ein unbekanntes automatisches Funksignal aufgefangen, das vom verschollenen Flugzeug stammen könnte.
  • Mittwoch, 22. Mai
  • Die Suchaktion wird fortgesetzt. Ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz. Schiffskapitäne sind aufgefordert, nach Wrackteilen Ausschau zu halten.

  • Ein BFU-Sprecher hält es für möglich, dass die Suche durchaus »noch einige Tage weitergehen« könnte.

  • Am Abend wird beschlossen, die Suchaktion anhand eines Driftmodells neu zu koordinieren.
  • Donnerstag, 23. Mai
  • Erneut wird mit mehreren Schiffen (u. a. »Schillig« und dem Sonarboot »Jade«) gesucht - vergeblich.

  • Die Wasserschutzpolizei erklärt, »das Wrack auf jeden Fall finden« zu wollen. Die Suchaktion werde deshalb wenn nötig auch am Wochenende fortgesetzt.
  • Freitag, 24. Mai
  • Am Morgen trifft das Spezialschiff »Neuwerk« aus Cuxhaven in Wilhelmshaven ein und beteiligt sich an der Suchaktion. Es ist technisch besser ausgestattet.

  • Allein an diesem Freitag sind knapp 100 weitere Teile des Flugzeugs gefunden worden (Quelle: NWZ Online).

  • Für die Suchmaßnahmen am Samstag ist neben zwei Sonarbooten auch wieder ein Polizeihubschrauber eingeplant.
  • Samstag, 25. Mai
  • Weder Schiffe und Boote noch eine erneute Absuche mit dem Polizeihubschrauber bringen neue Erkenntnisse über den genauen Absturzort.
  • Sonntag, 26. Mai
  • Auch heute wird die Suchaktion fortgesetzt - wieder vergeblich.

  • Am Abend sind Kleinflugzeug und Insassen seit einer Woche verschollen.
  • Montag, 27. Mai -
    Donnerstag, 30. Mai
  • Auch über das Wochenende hinaus sind Suchboote an der Jade und am Jadebusen im Einsatz, sondieren schematisch die Bereiche, in denen das Flugzeug vermutet wird. Ohne Erfolg.
  • Freitag, 31. Mai
  • Die Wasserschutzpolizei Oldenburg stellt die Suche offiziell vorübergehend ein, bis es neue Erkenntnisse gibt.

  • Die aktuelle Meldung der Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg im Original:

    »Nachdem in den vergangenen Tagen intensiv nach dem Wrack des vermißtem Sportflugzeuges auf der Jade gesucht wurde, sind die Suchmaßnahmen am 31.05.2019 vorübergehend eingestellt worden. Trotz des Einsatzes von Spezialfahrzeugen und der Suche durch Taucher konnten bislang keine Hinweise auf den Verbleib des vermißten Flugzeuges erlangt werden. Dies bedeutet aber keinesfalls das Ende der Bemühungen der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven sowie benachbarter Behörden den Verbleib des Flugzeugwracks aufzuklären. Weiterhin werden Funde von Teilen der Maschine für Rückschlüsse auf den vermutlichen Absturzort durch die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven ausgewertet. Sollten sich neue Hinweise auf den Verbleib der Maschine ergeben soll eine erneute Aufnahme der Suche eingeleitet werden.«


    Themen-Dossier:
    1. Update: Wilhelmshaven: Vermisstes Kleinflugzeug bleibt verschwunden (22. Mai 2019)
    Ursprungs-Meldung: Kleinflugzeug bei Wilhelmshaven verschollen – Wrackteile gefunden (20. Mai 2019)